Stroh vs. Holzspäne

Stroh oder Holz? Wo liegen die Vorteile? Wo die Nachteile?

Wissenswertes

27.5.2022

Immer wieder sprechen wir mit Bauern, welche derzeit Hobelspäne als Einstreu benutzen und mit dem Gedanken spielen, auf (Häcksel-)Stroh umzustellen. In diesem Artikel erfahren Sie, wo die Vor- und wo die Nachteile der beiden Einstreuvarianten liegen.


Saugfähigkeit:
Tendenziell gilt, dass Hobelspäne mehr Feuchtigkeit aufnehmen können als traditionelles Stroh. Ebenso binden Hobelspäne Gerüche besser. Vergleicht man also normales Stroh mit Hobelspänen, so geht dieser Punkt klar an das Holzprodukt. ABER: Neben klassischem Stroh gibt es am Markt auch gehäckseltes Stroh (vgl. unsere Produkte), welches ähnlich wie Hobelspäne durch eine zerfaserte Struktur deutlich mehr Flüssigkeit aufnehmen kann als langhalmiges Stroh. So kann Häckselstroh oft sogar mehr Feuchtigkeit binden, als es Hobelspäne können. Ebenso bindet gehäckseltes Stroh auch Gerüche deutlich besser als traditionelles Stroh.

Der Einstreuprozess:
Gemessen am Gewicht, muss bei Langstroh in einem ersten Schritt deutlich weniger eingestreut werden als beispielsweise bei Hobelspänen. Über das Jahr verteilt, muss jedoch deutlich häufiger und mehr nachgestreut werden, was im direkten Vergleich zur Konkurrenzeinstreu für deutlich mehr anfallendem Mist pro Jahr sorgt. Bei Hobelspänen hingegen, müssen beim ersten Mal deutlich mehr Kilogramm eingestreut werden, wohingegen seltener und weniger nachgestreut werden muss. Dies sorgt im Jahresvergleich zu einem geringeren Verbrauch und weniger Mist. Der Einstreuprozess bei Häckselstroh ist jenem von Hobelspänen sehr ähnlich.

Die Entsorgung:
Egal ob langhalmig oder gehäckselt: Stroh ist natürlich und verrottet schnell. Kompostierter Stroh-Mist ist also ein sehr beliebter Dünger bei den Landwirten. Insbesondere gehäckseltes Stroh ist aufgrund der noch schnelleren Kompostierung äußerst beliebt.
Hobelspäne kompostieren nur sehr langsam und sorgen häufig für eine Versauerung des Bodens. Zudem sind Hobelspäne (im Gegensatz zu Stroh) nicht für Biogasanlagen geeignet.

Die Kosten:
Die beste Einstreu ist nur dann gut, wenn sie auch leistbar ist. Leider kann hier keine eindeutige Aussage getroffen werden, was günstiger ist. Normales Stroh ist in der Regel günstiger als Häckselstroh oder Hobelspäne, jedoch muss von langhalmigem Stroh auch mehr eingestreut werden. Im Endeffekt kommt es darauf an, wo man die Einstreu einkauft. Kennt man beispielsweise einen Bauern, von dem man günstig Stroh beziehen kann oder hat man Stroh aus der eigenen Landwirtschaft, so ist Stroh oft vergleichsweise günstig. Jedoch muss auch beachtet werden, dass das Einstreuen von normalem (langem) Stroh deutlich mehr Aufwand ist, als bei Häckselstroh und Hobelspäne.


Das Fazit:
Im Grunde muss jede/r selbst entscheiden, was für sie/ihn die beste Einstreu ist. Hier spielen natürlich auch spezielle Gegebenheiten im Stall eine wichtige Rolle. Wir für uns haben (selbstverständlich) einen Favoriten - und das ist (... Überraschung  ...) gehäckseltes, entstaubtes Stroh von Manz-Stroh.

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